Unser Jahr in Down Under

04Januar
2012

Neue Blogadresse

Da sich Nicole und mein Weg am Freitag vorerst trennen werden, findet ihr meinen Blog ab sofort unter folgendem Link:

http://lisa-australien.auslandsblog.de/

Viel Spaß beim Lesen :)

20Dezember
2011

Adventure 'Eastcost'

Nachdem sich Nicole und mein Weg für ca. 2 Wochen getrennt hatten und danach noch weitere 3 Wochen gemeinsamen Reisens vergangen sind, ist es nun höchste Zeit euch wieder auf den neuesten Stand zu bringen.

Zunächst Nicole´s Reise nach Calen:

„Meine Reise aus Atherton, der Arbeiterstadt, begann mit einem Deutschen, einem Schotten und einem Engländer Richtung Cairns. Einige davon hatten es sehr eilig, da sie ihre Hostelmiete nicht bezahlt und es auch nicht mehr vor hatten. In Cairns gab es ein gemütliches und leckeres BBQ an der Promenade, schöne kleine Souvenirshops zum Geld dalassen und warmen Sommerregen. Ich muss zugeben, so warmen Regen hatte ich noch nie. Ich hab es genossen nass und Barfuss durch den Regen in Cairns zu laufen. Die erste Nacht durfte ich bei einer koreanischen Freundin im „shared house“ unterkommen. Das ist eine Art WG, wo noch 3 andere koreanische Mädels wohnen und eine koreanische Familie. Alle waren erstaunlich nett. Die Asiaten brauchen anscheinend echt nicht viel Platz. Zudem war es meine ersten von Vieren, die ich nur mit Schlafsack auf dem Boden geschlafen habe. Gewöhnungsbedürftig, aber komfortabel, wenn man sehr auf´s Geld achtet und alles nimmt was kostenlos und gut ist. Die Nacht auf dem Boden war angenehmer als erwartet. Aufgrund der sehr drückenden Wärme habe ich nur in Schlafsachen auf dem Boden gepennt. Am nächsten Morgen bin ich den ganzen langen Tag durch Cairns gelaufen. Andre, der Engländer und Bastian, der Deutsche, hatten einen Skydive gebucht. Ich muss zugeben, die Videos sahen schon echt cool aus. Einfach Hammer, aus einem Flugzeug zu springen. Die nächste Nacht hatte ich im Global-Hostel gebucht, da gab´s so leckere $5-Deals. Für nicht englisch Sprecher: Menü= mega leckeres Essen (Burger, Wraps, o.Ä.) + Bier (Wein oder so) nach Wahl. Habe ich natürlich genutzt. Bastian und Chris, der Schotte, mussten vollen Preis zahlen, sprich $12. Ich fand´s lustig und lecker.“

Nun zu meinen Abenteuern auf dem Weg von Atherton nach Calen.

Schon allein der Abschied aus der gewohnten Umgebung und von den vielen neuen Freunden viel mir sehr schwer. Nachdem ich noch eine richtig schöne Zeit in Atherton hatte mit einem guten Job und vielen netten Leuten an meiner Seite hieß es dann doch „Auf Wiedersehen“ sagen. Zum Glück musste ich mich noch nicht von allen trennen, denn Stephan wollte mich ein Stück begleiten.

Sonntagmittag ging es dann los Richtung Cairns. Auf dem Weg dorthin machten wir einen kurzen Stopp bei unserem Farmer, da ich noch eine Unterschrift für mein zweites Visum brauchte. Überraschenderweise lud er uns sofort auf Kaffee und Kuchen ein. Normalerweise ist das ganz und gar nicht seine Art. Er ist oftmals schnell von Backpackern genervt und rastet leicht aus. Aber an diesem Nachmittag war er sehr gesprächig und freundlich. Wir unterhielten uns über sein Leben als Farmer, wobei eine ganz andere Seite von ihm zum Vorschein kam. Am Ende verabschiedete er mich sogar mit einer dicken Umarmung und 2 Küsschen auf die Wange. Somit war der Abschied aus meinem Arbeitsleben in Atherton perfekt!

Mein Arbeitsplatz ...das Kartoffelfeld Auf dem Harvester Lisa allein unter 7 Männern :) Stephan liegt mir zu Füßen Langeweile bei der Scheunenarbeit Erstes Mal Gabelstabler fahren :) Beim Laden eines Trucks

Danach ging unsere Reise weiter nach Cairns. Zuerst hielten wir am „Trinity Beach“ für ein paar Stunden Baden und danach suchten wir uns ein gemütliches Hostel in der Stadt. Unser Zimmer teilten wir mit einem netten jungen Mann aus Chile. Wirklich sehr interessant auch mal Menschen von einem anderen Kontinent zu treffen und nicht nur welche aus Europa, speziell Deutsche. Den Abend genossen wir in einem sehr leckeren Restaurant bei einem Gläschen Wein und später blickten wir bis spät in die Nacht vom Strand aus auf das Meer hinaus.

Auf dem Weg nach Cairns Trinity Beach

Am nächsten Morgen gab es Frühstück bei „Ever After“, Stephan´s Lieblingscafe und danach hieß es für ungefähr 7 Stunden shoppen. Zunächst dachte ich: „Der arme Kerl“, aber dann waren wir beide nicht mehr aus den Läden fortzubekommen. Am späten Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg nach Townsville. Guter Dinge buchten wir von Cairns aus ein Hostel in der Hoffnung, dass wir spätestens 19 Uhr dort sind. Daraus wurde dann allerdings 24 Uhr. Das Auto machte die komplette Fahrt nur Probleme und wir hatten schon Bedenken überhaupt anzukommen. Vor lauter Stress entschlossen wir uns kurzfristig unterwegs einen Stopp bei „Mission Beach“ einzulegen, einem wunderschönen Strand an der Ostküste. Wir hatten das Glück, dass zu diesem Zeitpunkt gerade Sonnenuntergang war. Wir hüpften für ein halbes Stündchen ins Wasser, genossen den feurig roten Himmeln und dann mussten wir auch schon wieder zurück ins Auto.

Shopping-Centre in Cairns Ever After

24 Uhr ins Townsville angekommen waren wir fix und fertig. Von unserem Hostel konnten wir also nicht mehr viel genießen. Am nächsten Morgen nahmen wir die Fähre nach „Magnetic Island“. Dort mieteten wir uns ein Auto, in dem wir die komplette Insel erkundeten. Eine Nacht verbrachten wir in einem gemütlichen Bungalow direkt im Wald zwischen Wallabys, Koalas und Opossums. Am nächsten Tag haben wir uns die schönsten Buchten angesehen (siehe Fotos), bevor wir wieder zurück auf´s Festland mussten, denn 13.20 ging schon mein Bus nach Mackay und dann hieß es auch Abschied nehmen von Stephan.

Townsville Auf der Fähre nach Magnetic Island Magentic Island Opossum-Familie Unser Bungalow Ein Paradies

Ca. eine Stunde von Mackay entfernt wohnt Nicole´s Bekannter aus Deutschland. Andrew war genauso wie Emily und noch ein paar Andere vor zwei Jahren Austauschschüler in Hameln, wodurch die Freundschaft mit Nicole entstand.

Gegen 20 Uhr erreichte ich endlich mein Ziel und kurz darauf holten mich auch schon Loree, Andrew´s Schwester, und Nicole ab. In Calen angekommen wurde ich mit lecker Hühnchen, Salat und Knoblauchbrot empfangen. Das war richtiger Luxus für uns Backpacker. Generell war ich sehr positiv von allem überrascht. Die Familie war wahnsinnig freundlich und das Haus wunderschön. Es wurde jeden Tag gekocht und abends saßen wir zusammen und haben über alles Mögliche geredet. Eine sehr angenehme Atmosphäre dort. Einen Tag sind wir zusammen mit Loree nach Mackay zum Shoppen gefahren, währenddessen sie 8 Stunden ihrem Job als Liveguard an der Lagune nachgegangen ist und einen anderen Tag haben wir mit Carol einen Ausflug zu wunderschönen Wasserfällen und einem Schnabeltierpark gemacht.

Calen Unser Zuhause Auslug mit Carol Ein Schnabeltier Schildkröten Wasserfälle

Das erste Dezemberwochenende sind wir mit Andrew, 3 weiteren Australiern und 2 anderen Deutschen in den Urlaub auf „Hamilton Island“ gefahren. Eine wunderschöne Insel in den Whitsundays. Die Eltern eines Australiers haben dort ein Appartement im 11. Stock eines riesigen Hotels, mit Pool und Blick auf´s Meer. Als wir das gesehen haben dachten wir, wir hätten im Lotto gewonnen. Einfach atemberaubend. Schaut euch die Bilder an, ansonsten würdet ihr uns nicht glauben. Wir haben Cocktails im Pool getrunken, waren schwimmen im Meer und abends haben wir die Clubs unsicher gemacht. So ein verdammt schönes Wochenende!

Hamilton Island Kakadu auf unserem Balkon Unsere Aussicht Unser Pool Ein Traum! Blick auf´s Meer Frühstück mit wunderschönem Ausblick Nicole und Emily

Am Wochenende darauf sind wir zusammen mit Loree und noch ein paar Freundinnen von ihr nach „Airlie Beach“ gefahren, einem sehr beliebten Ort für Backpacker. Samstagabend war ihr 21. Geburtstag, das hieß kräftig feiern für Freitag und Samstag. Loree hatte ein wunderschönes Appartement auf einem Berg in Airlie Beach gemietet. Von dort aus hatte man den perfekten Blick auf´s Meer und einen Whirlpool auf der Veranda. Wiedermal traumhaft schön!

Samstag hatten Nicole und ich eine Bootstour zum „Whitheaven Beach“ gebucht mit BBQ am schönsten Strand Australiens. Wir sind morgens mit einem Sportboot in die Whitsundays gefahren bis wir den traumhaft weißen Strand entdeckten. Dort hieß es dann den ganzen Tag in der Sonne liegen und Fotos über Fotos machen. Nach dem BBQ sind wir weiter auf´s Meer hinaus um Schnorcheln zu gehen. Auch wenn das Riff hier nicht annähernd so schön war wie in Cairns, hat sich dieser Ausflug wirklich gelohnt. Wer kann schon von sich behaupten, dass er an einem der 10 schönsten Strände der Welt Fotos mit Weihnchtsmütze gemacht hat?!

5 Mädels und ihr Gepäck :)

Nachdem wir 3 ziemlich interessante Tage in Airlie Beach verbracht hatten, sind wir Sonntag mit dem Nachtbus nach „Hervey Bay“ gefahren. 14 Stunden Fahrt, aber immerhin eine Hostelnacht gespart ;-)

Ohne ein Unterkunft gebucht zu haben, standen wir Montag 14 Uhr ohne Plan in Hervey Bay. Zum Glück hatten wir eine Touristeninformation direkt neben unserer Bushaltestelle von wo aus wir uns direkt ein tolles Hostel (inklusive Frühstück) organisiert haben. Nachdem wir dort gemütlich eingecheckt hatten, entschieden wir uns zum Strand zu gehen. Auf dem Weg dorthin buchten wir uns direkt einen Tagesausflug nach Fraser Island. Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt und einfach wunderschön.

Am nächsten Morgen ging es 7:20 mit dem Bus Richtung Hafen. Nach ca. 60 Minuten auf der Fähre, stiegen wir in einen ziemlich komfortablen Allradbus, der uns den kompletten Tag über die Insel fahren sollte. Unser erster Halt war „Lake McKenzie“. Als wir ankamen, dachte ich zunächst wir wären am Meer. Die ersten 10 Meter des Sees waren türkisblau und komplett klar, danach einfach nur dunkel. Von Strand umgeben und unübersichtlich weit hatte man wirklich das Gefühl vor dem Meer zu stehen und nicht vor einem See auf einer Sandinsel. Nach 45 Minuten Zeit zum Baden ging es weiter zu einer kleinen Regenwaldwanderung, bei der wir sehr viele interessante Dinge über die australische Pflanzenwelt erfuhren. Nach einem ausgiebigen Mittag im Resort machten wir uns auf den Weg zu einem Sandsteingebirge. Dabei fuhren wir die komplette Strecke direkt am Strand und teilweise sogar im Meer. Da es auf Fraser Island kaum befestigte Straßen gibt ist es dort nur möglich mit Allradfahrzeugen vorwärtszukommen. Das Sandsteingebirge glitzerte tatsächlich in den verschiedensten Farben, was sehr beeindruckend war. Auf dem Rückweg hielten wir an einem gestrandeten Schiff aus dem 2. Weltkrieg. Leider tummelten sich so viele Touristen um das Wrack, dass es kaum möglich war ein ordentliches Foto zu bekommen. Danach ging es weiter zu einem Fluss, der von der Insel hinaus ins Meer führte. Wir hatten dort die Möglichkeit dem Fluss entlang ca. 500 Meter ins „Land“ hinein zu laufen, was wirklich sehr erfrischend war bei 30 Grad und Sonne pur. Somit neigte sich unser Ausflug leider dem Ende zu. 18 Uhr kamen wir wieder im Hostel an und hatten nun die letzte Nacht in Hervey Bay vor uns.

Hervey Bay Lake McKenzie

Am nächsten Tag nahmen wir den Bus nach Cooroy, wo uns unsere „WWOOFing-Familie“ wenig später abholte. WWOOFing bedeutet 4 bis 6 Stunden täglich arbeiten und dafür bei einer Familie freie Unterkunft und freies Essen zubekommen. Uns hat es tatsächlich ziemlich gut erwischt. Momentan sitze ich mit Jack Johnson-Musik in Lautstärke „Nicht mehr auszuhalten“ im Wohnzimmer und schreibe euch, währenddessen Mike und Vivien zusammen mit Nicole unser Abendbrot vorbereiten. Vivien betreibt eine Baumschule mit unzählig vielen Pflanzen und Mike dreht Touristenfilme für Fraser Island. Das Grundstück ist annähernd so groß wie Deutschland ;-) Nein, Spaß. Aber es ist wirklich wahnsinnig groß. Vom Eingangstor bis zum Haus sind es 1,5 Kilometer. Wir helfen hier täglich bei Sachen wir Unkraut zupfen, gießen, mähen, Töpfe waschen o.Ä.

Unser Zimmer     Kaffee mit Weihnachtsstimmung :) Monkey - die

An unserem ersten Tag haben wir nach der Arbeit das Kanu von Mike ausgeliehen bekommen. Er hat uns ohne große Worte auf den Fluss gesetzt und ist gegangen. Nun waren Nicole und ich beide zum ersten Mal alleine in einem Kanu. Nachdem uns die Strömung zunächst ein bisschen gedreht hatte und wir am Anfang wahrscheinlich etwas hilflos aussahen funktionierte es wenige Minuten später einwandfrei. Das war echt guter Sport für die Arme. Abends sind wir im Rolls Royce zur Schokoladenfabrik gefahren, wo wir ein paar kleine Weihnachtsgeschenke für Emily und ihre Schwestern gekauft haben. Übrigens ist der Rolls Royce nur eines der vielen Autos hier. Neben ihm stehen noch zwei Geländewagen, zwei Campervans, ein Ferrari, ein Quat, ein normales Auto und noch jede Menge Boote und Kanus zur Verfügung. Man kann ja schließlich nie genug haben ;-)

Rolls Royce Umba beim Quatfahren

Am nächsten Morgen hat uns Mike nach Eumundi zu den Märkten gefahren, ein beliebtes Ziel für Touristen. Wir beide haben es natürlich sehr genossen durch die vielen schönen Stände zu schlendern und die ganzen tollen Sachen zu bewundern. Zwischendurch haben wir uns gebrannte Mandeln gegönnt, wodurch endlich mal ein kleines bisschen Weihnachtsstimmung aufkam. Nach 4 Stunden bummeln mussten wir leider wieder zurück um noch ein bisschen mit der Arbeit zu helfen. Nachdem auch das getan war fuhren wir mit Mike und seinen beiden Terriern „Tax“ und „Umba“ zum nahegelegenen Strand. Die beiden Hunde hatten so viel Spaß beim Toben und rennen am Meer, dass sie am späten Abend total ausgepowert waren. Auf dem Rückweg zum Auto zeigte uns Mike noch einen Fluss, der genau auf der anderen Seite lag. Also quasi einmal über den Parkplatz und man konnte frei wählen ob Strand oder Fluss. Dort war es viel ruhiger und nicht so windig, weshalb Nicole und ich uns entschieden beim Sonnenuntergang baden zu gehen. Somit nahm auch dieser Tag ein sehr gelungenes Ende.

gebrannte Mandeln auf den Eumundi Märkten - mein Geburtstagsgeschenk von Nicole! Mike

Am 18. Dezember hieß es dann Lisa´s Geburtstag! Der Tag fing zunächst wie jeder andere mit Arbeiten an. Am Nachmittag sind wir dann in die Stadt gefahren um Essen und Getränke einzukaufen. Den Sonnenuntergang genossen wir bei einem Gläschen Wein auf dem Segelboot, wobei wunderschöne Bilder entstanden. Danach gab es BBQ am „Riverhouse“ und spät in der Nacht sind wir ein weiteres Mal mit dem Boot auf den Fluss hinaus. Mein Geburtstaggeschenk war eine Nacht im Riverhouse, die normalerweise $320 kostet. Somit hatten Nicole und ich auch mal die Möglichkeit das traumhaft schöne Himmelbett und die Badeoase zu genießen.

Mein 19. Geburtstag! Mit einem Glässchen Wein beim Segeln! ...und BBQ Das Riverhouse ...und somit endete mein Geburtstag in Australien!

Heute führte uns Mike in die Welt des Surfens ein. Kurzerhand schnappten wir morgens die Surfbretter und stürzten uns in die Wellen, was sich als wahnsinnig spannend herausstellte. Nach ein paar Stunden Spaß am Meer mussten wir leider zurück, um noch ein paar Gartenarbeiten zu vollenden. Nun ist unser WWOOFing-Abenteuer hier fast zu Ende. Am Donnerstag werden wir 12.30 von Emily´s Familie abgeholt und dann geht unsere Reise weiter nach Gympie.

In diesem Sinne, lasst es euch gut gehen und bis bald.

Nicole und Lisa

08November
2011

A LOT OF FUN...and work

So langsam geht unsere schöne Zeit in Atherton dem Ende zu. Noch 3 Tage für mich (Lisa) und dann heißt es Abschied nehmen. Wir haben in den letzten 6 Wochen viele Kontakte geknüpft, nette Leute aus der ganzen Welt kennengelernt, viel Spaß gehabt und natürlich nebenbei auch noch gearbeitet. Letzteres stand jedoch nur im Hintergrund. Schon morgens 5 Uhr, wenn der Wecker für die Arbeit klingelte, freuten wir uns auf den Abend. Dann stand wieder kochen mit unseren Freunden, Filme schauen oder gemütliches beieinander sitzen auf dem Plan. Die Zeit verging wirklich viel zu schnell. In den letzten Wochen gab es kaum noch Backpacker-Essen für uns. Wir wurden so oft mit den leckersten Sachen bekocht bzw. haben für die anderen selbstkreierte Spezialitäten aufgetischt. Das wird uns wirklich fehlen.

Vor 2 Wochen haben wir einen Ausflug zu den Wasserfällen in der Umgebung gemacht. Wirklich ein sehr schöner Tag. Wir konnten uns das Auto von einem Freund leihen und dann ging es los auf die große Tour. Insgesamt waren wir gute 6 Stunden unterwegs in den Tablelands. Zuerst sind wir zum Lake Eacham gefahren. Dort hatte man eine schöne Sicht und Zeit zum Baden. Es war mal wieder ein sehr schwüler Tag, weshalb uns dieser Stopp sehr gelegen kam. Anschließend ging es zu den Malanda Falls, die ziemlich klein und unspektakulär waren. Von dort aus sind wir nach Millaa Millaa gefahren. Diese 3 Wasserfälle zählen zu unseren Favoriten. Es war sozusagen ein Rundweg von Wasserfall zu Wasserfall. Als erstes zu den Millaa Millaa Falls, 12 Kilometer weiter zu den Zillie Falls und zum Schluss zu den Ellinjaa Falls. Wir haben über 300 Fotos an diesem Tag gemacht, das muss man sich mal vorstellen. Ich habe mich wie die Asiaten gefühlt, die von jedem „Highlight“ 20 Bilder machen. Nach diesem Rundweg sind wir noch zu den Mungalli Falls gefahren und zum Schluss zu den Millstream Falls, den breitesten Wasserfällen Australiens. Zwischendurch haben wir einen Ort namens Ravenshoe passiert, der höchste Ort Queenslands. Wir haben ziemlich viel gesehen und hatten am Ende des Abends jede Menge zu erzählen, weshalb wir noch bis 1 Uhr in unserem Zimmer saßen, um den anderen unsere Fotos zu zeigen. Ein gelungener freier Tag!

Lake Eacham Millaa Millaa Falls Malanda Falls Zillie Falls Ellinjaa Falls Windy Hill Millstream Falls

An einem meiner (Lisa) ersten freien Tage habe ich mit Amndine, die ich zuvor auf meiner Farm kennengelernt habe, einen Ausflug in die Berge gemacht. Von dort aus hatte man einen wunderbaren Ausblick auf die Tablelands. Der Weg dahin war allerdings ziemlich anstrengend. Ca. 3 Stunden in der prallen, australischen Sonne bergauf laufen - aber es hat sich gelohnt. Wir hatten eine einmalige Sicht und somit einen wunderschönen Tag.

Ausblick auf die Tablelands Auf dem Weg zum Berg Überfahrene Schlange am Straßenrand

An den Wochenenden verwandelt sich das doch etwas langweilige Atherton immer in eine „Partymetropole“. Unsere Leute aus dem Working Hostel sind auf 3 verschiedene Unterkünfte aufgeteilt. Das BV (Barron Valley Hotel), in dem Nicole und ich leben, das Grant und die Lodge. Die Abende am Wochenende verbringen wir alle gemeinsam in der Lodge, manchmal sogar auch in der Woche. Dort wird Tischtennis, Billard oder FIFA gespielt, Erfahrungen ausgetauscht und neue Leute kennengelernt, was alles immer mit viel Spaß verbunden ist. Zur späteren Stunde „pilgern“ alle ins BV, wo die Party weitergeht. Direkt unter unseren Zimmern ist eine Bar, die sowohl in der Woche als auch am Wochenende rund um die Uhr gut besucht ist. Dort wird gefeiert bis die Lichter angemacht werden, egal ob man am nächsten Morgen 5 oder 6 Uhr aufstehen muss. Vorvorletzten Samstag sollten Nicole und ich eigentlich nicht arbeiten, weshalb wir Freitagabend mal wieder keine Rücksicht auf die Uhrzeit nahmen. 9 Uhr morgens klingelte dann mein Handy – Ruaire (der Chef von der Lodge). Er hat gefragt ob ich in 15 Minuten arbeiten kann. Obwohl ich noch nicht so ganz wusste wo oben und unten ist, habe ich natürlich „Ja“ gesagt und Nicole gleich mitgenommen. Wir hatten einen ziemlich witzigen Tag auf einer Kartoffelfarm. Bei sowas muss man immer nur an das Geld denken, schlafen können wir in Deutschland noch lange genug. Ach ja, wie wir diese Zeiten vermissen werden…

Sandra und Nicole

Lindsay, Nicole, Lisa Stella & Lisa Robin Alex und Robin Robin, Bastian, Tobias Philipp & Stella Stephan konnte sich mal wieder vor lauter Lachen nicht halten! Susi, Stella, Chris, Stephan, Lisa Trinkspiele am ersten Tanzender Mat

Vorletztes Wochenende waren wir mit einer riesigen Gruppe von ungefähr 30 Personen in Atherton bowlen. Das war eine gelungene und ziemlich spaßige Abwechslung. Wir hatten die ganzen Bowlingbahnen für uns, weshalb es nicht zu überfüllt war. Anschließend sind wir wieder zurück ins BV, um den Abend in der Bar ausklingen zu lassen und am nächsten Morgen hieß es natürlich mal wieder arbeiten.

Bowling Sieht so aus, als ob der Tobias mit seinem Wurf zufrieden ist :) Zu zweit geht es eben doch besser als alleine! Unsere Bowling-Gruppe Tina, Andrew, Tobias & Lisa Nicole, Tina, Olivia, Lukas Gesa & Nicole

Letzten Freitag war „Third Friday“. Der Tag an dem in unserem unscheinbaren BV die Tische im Restaurant zur Seite geräumt werden und alle Menschen aus der Umgebung zum Feiern hierher strömen. Wochenlang wird man im Radio auf dieses „Event“ vorbereitet und dann ist es schon gegen 2/3 Uhr morgens vorbei. Ganz anders als in Deutschland gehen hier nämlich die Partys schon zwischen 21 und 22 Uhr los. Trotzdem war es ein sehr gelungener letzter „Third Friday“ für uns. Wir haben viel getanzt, gequatscht und jede Menge Spaß gehabt.

Geschenk von Trev an Nicole - eine Cola-Flasche mit ihrem Namen :) Wie der Alex - Friseur aus München In der Lodge Unsere Zimmergenossin Nicole & Camille

Am Tag zuvor bin ich mit Stephan, meinem „Arbeitskollegen“, nach Kuranda gefahren. Kuranda ist ca. 45 Minuten von Atherton entfernt und wirklich eine wunderschöne Stadt. Zuerst sind wir zu den Barron Valley Falls, welche bisher die Größten sind, die ich gesehen habe. Anschließend sind wir zurück in die Stadt, um an einem deutschen Imbiss Thüringer Bratwurst zu essen und deutsches Bier zu genießen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie lecker diese Wurst für mich war. Gar nicht mit den australischen Bratwürsten zu vergleichen. Nachdem wir uns gestärkt hatten, erkundeten wir die vielen kleinen Geschäfte und Märkte, bis es so langsam dunkel wurde und wir nach Atherton zurück mussten.  Am Sonntag machten wir uns auf den Weg zum Lake Tinaroo, weil uns Lake Eacham nach ungefähr 3-4 Besuchen irgendwann zu langweilig wurde. Das war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten. Lake Tinaroo ist wunderschön. Dieser See ist so groß, dass man sein Ende nicht mal von einer erhöhten Aussichtsplattform sehen kann. Viele Menschen campen dort, da es beinah so schön wie am Meer ist. Durch den leichten Wind kamen Wellen zu Stande die ein Meeresrauschen erzeugten. Wenn man die Augen geschlossen hat, fühlte man sich wie an der Küste. Leider nahm auch dieser Tag ein viel zu schnelles Ende.

Auf dem Weg zu den Barron Valley Falls Barron Valley Falls Limetten-Ameisen Stephan, Lisa & die Barron Valley Falls :) Thüringer Bratwurst, deutsches Bier und Lisa ist glücklich! 2. Ausflug zu Lake Eacham Jimmy & Lisa Jimmy    3. Auslug zum Lake Eacham Sprung aus ca. 15 Metern Höhe Lake Tinaroo

In den letzten Wochen haben wir viele Erfahrungen mit der australischen Tierwelt gesammelt. Neben den Kakerlaken und den Mäusen in unserem Zimmer gibt es auf den Farmen von Spinnen über Frösche, Ratten und Schlangen wirklich alles. Nicole hatte die nette Begegnung mit einer Taipan. Nichts ahnend wollte sie auf ihrer letzten Limettenfarm während ihrer Pause zum Pool gehen, als sie die 2 Hunde beim „Spielen“ mit einer Taipan direkt vor dem Pool entdeckt hat. Die Hunde hatten anscheinend keine so große Angst vor diesem gefährlichen Tier, als sie es in 2 Stücke zerrissen haben. Wirklich eine sehr interessante Begegnung ;-)

Apropos Limettenfarm: Nicole sah aus als ob sie mit 5 kleinen Katzenbabys gekämpft hätte. Überall zerkratzt, was sich später in kleine Blasen verwandelt hat. Also wirklich keine schöne Arbeit. Dafür durften wir auf unseren Bananenfarmen die in ganz Australien überteuerten Bananen umsonst mitnehmen. Mittlerweile sind schon einige reif und wir brauchen keine $15/Kilo zahlen. Sowas nennt man Luxus :)

Meine ersten gelben Bananen :-) mit Nicole´s Fuß Nicole´s Arbeitsschuhe

Ich (Lisa) habe mittlerweile unser Working Hostel verlassen, da ich zu wenig Arbeit bekam und viel zu viel Miete zahlen musste. Nun arbeite ich auf einer Kartoffelfarm in der Nähe von Tolga, ca. 10 Minuten mit dem Auto von unserem Hotel entfernt. Ich fahre jeden Morgen mit Stephan dorthin. Somit habe ich gesicherte Arbeit, mehr Geld, geringere Miete und alles in allem die Möglichkeit Geld zu sparen. Das ist auch der Grund warum ich noch eine Woche länger hier bleibe als Nicole. Sie ist nämlich am Samstag Richtung Mackay aufgebrochen, da dieses Wochenende einer ihrer australischen Freunde Geburtstag feiert. Ich werde ihr in ein paar Tagen dorthin folgen und dann steht unserem Urlaub nichts mehr im Weg.

Obwohl wir uns beide schon riesig auf Hamilton Island und die anderen kommenden Abenteuer freuen, wollen/wollten wir gar nicht mehr aus Atherton weg. Wir haben so viele Freunde gefunden und uns prima eingelebt, dass uns der Abschied definitiv schwer fallen wird. Aber wozu gibt es denn Facebook und Handys heutzutage ;-)

Wir hoffen ihr vermisst uns in Deutschland nicht allzusehr, uns geht es blendend in Australien!

Bis bald, Nicole und Lisa.

15Oktober
2011

Atherton - unser erster gemeinsamer Job!

Potatoes, bananas, peanuts, … - Sowas steht jetzt vorerst auf unserem Tagesplan. Nachdem wir gemeinsam die Ostküste entlang gereist sind, wird es Zeit die leeren Konten zu füllen. Aber bevor wir euch von unseren Jobs berichten erst mal zurück nach Cairns.

Erstes gemeinsames Foto aus Brisbane :)Beweisfoto, dass die Postkarten abgeschickt wurden :)Roma Streets Parkland     Wegweiser in Cairns

Dort hieß es nämlich noch schnorcheln, tauchen, baden und das schöne Wetter genießen. Letzte Woche Mittwoch waren wir mit einem Boot direkt im Great Barrier Reef. Atemberaubend! Morgens 7.30 Uhr ging es in Cairns los. Wir waren eine überschaubare Gruppe von ca. 40 Personen. Es gab Barbeque (BBQ) an Bord, gute Musik von einem Einheimischen und jede Menge Unterhaltung. Das Beste an allem war jedoch das Schnorcheln und vor allem das Tauchen. Das macht süchtig sag ich euch. Wir hatten zunächst nur einen Einführungskurs von ca. 20 Minuten gebucht und später ging es noch zu einem anderen Riff. Da ich (Lisa) natürlich schon voll und ganz im Tauchfieber war, stand es gar nicht erst zur Frage, ob ich ein zweites Mal mitgehe. Dieses Mal 45 Minuten und ohne ‚Händchenhalten‘ mit dem Tauchlehrer - das war echt der Wahnsinn! Neben Nemo sind wir zusammen mit riesigen Fischen geschwommen und haben die schönsten Korallen gesehen. Wirklich empfehlenswert. Wir wollen es auf jeden Fall noch öfter machen. Abends wurden wir von der Bootscrew in einen Pub eingeladen – gelungener Tagesabschluss. Alle Getränke for free. Was will man mehr?!

Great Barrier Reef Elvis beim Fische füttern Wally, der zahme Riesenfisch Nicole beim Schnorcheln

Leider endete damit auch unser Cairnsaufenthalt und nun sitzen wir im „aufregenden“ Atherton. Knapp 100 km von der Küste entfernt, d.h. kein Meer, kein See und Hitze pur. Ohne Auto passiert hier wirklich gar nichts, außer arbeiten. Letzte Woche Donnerstag sind wir nach ca. 2 Stunden Busfahrt am späten Nachmittag in der Lodge, unserem Working Hostel, angekommen. Da dieses allerdings komplett ausgebucht war schlafen wir nun im BV (Baron Valley Hotel). Vorzüglich – ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass hier jemand freiwillig eine Nacht bucht. Wir teilen uns das 4-Bett-Zimmer momentan mit Daniela, einer Deutschen, die in einer Autowaschfirma arbeitet, mit Maus ‚Henry‘ und Maus ‚Finn‘, die sich jeden Brotkrümel schnappen und nachts werden wir von fliegenden Riesenkakerlaken besucht. Einwandfreie Situation hier :) Ich hoffe wirklich, dass wir so oft wie möglich arbeiten, denn Atherton an sich ist dann doch nicht so die schönste Stadt in Australien. Wir haben zwar alles Überlebensnotwendige – wie McDonalds (free WIFI) und natürlich auch die wirklich wichtigen Dinge, z.B. Supermarkt, Bank und Post, dennoch ist hier nichts los. Am Wochenende und teilweise sogar unter der Woche betrinkt sich einfach nur jeder. In der Bar direkt unter unserem Hotel sitzen sogar schon morgens 9 Uhr die ersten Leute und konsumieren das völlig überteuerte Bier. Letzte Woche Sonntag wurden wir spontan von dem Barkeeper auf ein paar Bier eingeladen. So kamen wir auch mal in den Genuss von australischem Alkohol. Montag hatten wir leider alle keine Arbeit, somit konnten wir ausschlafen und haben uns nach dem Frühstück auf Erkundungstour begeben. Viel zu erkunden gab es leider nicht. Wir haben Dank der Touristen Information einen kleinen Park mit Fluss und Miniwasserfall gefunden, aber das war es dann auch schon. Demnächst wollen wir mit ein paar Freunden für einen Tag ein Auto mieten und uns die Wasserfälle in der Nähe von Innisfail anschauen. Die sollen wirklich sehr schön sein.

Skypen vor der Lodge Unser 4-Bett-Zimmer! Lisa und ihr Goon ;-)Tagesausflug zum Platypus ParkSchildkröten und......Enten :)

Rieke ist Donnerstag nach Sydney geflogen, da sie dort jetzt einen Au-pair-Job beginnt und nun schlagen wir Zwei uns alleine durch das abenteuerreiche Australien. Die Arbeit hier ist teilweise ziemlich hart. Manchmal steht man 9 Stunden ohne Sonnenschutz auf dem freien Feld und sortiert Kartoffeln – danach sieht man aus wie ein Schwein (siehe Foto). Alle Klamotten sind versaut und man braucht mindestens 3 Duschen bis der ganze Dreck ab ist. Wir arbeiten fast täglich auf einer anderen Farm. Nicole hat bisher hauptsächlich mit Bananen gearbeitet und ich mit Kartoffeln. Gegen Ende November wollen wir Atherton verlassen und unsere Reiseroute erweitern. Nächster längerer Aufenthalt sollen die Whitsundays sein. Dann hat sich das Arbeiten gelohnt!

  Nicole und Sandra auf Arbeit Erster Arbeitstag!

Wir werden euch auf dem Laufenden halten. Sonnige Grüße nach Deutschland!

Eure Nicole und Lisa

04Oktober
2011

Mit dem Jucy auf nach Cairns

Endlich haben wir es geschafft und sind im wunderschönen Cairns angekommen. Bis hierhin war es aber mal wieder ein ziemlich steiniger Weg.

Angefangen beim Aufenthalt in Brisbane. Guter Dinge wollten wir Mittwoch mit dem Magic Van Richtung Gympie fahren. Dort wohnen Emily´s Eltern und unser Plan war es den Van dort in eine Werkstatt zu geben. Allerdings haben wir es nicht mal bis dorthin geschafft. Nach ca. einer Stunde Autofahrt dachten wir der Motor geht hoch. Ein ständiges Rattern begleitete uns auf dem Highway und wurde zunehmend lauter. Notgedrungen mussten wir direkt an einer Autobahnabfahrt den Van abstellen. Wir waren total verzweifelt. Auto im Eimer, wir mal wieder irgendwo im Nirgendwo und kaum Geld in der Tasche. Um zunächst in eine größere Stadt zu kommen entschieden wir uns für´s Trampen. Zu fünft auf 2 Sitzen ging es dann nach Morayfield. Bei einem Toyota-Autohaus wurde uns dann mitgeteilt, dass wir keinen Cent mehr für das Auto bekommen. Totaler Schrott. Trotzdem wollten sie in der Werkstatt noch mal drüber schauen. Genau in diesem Augenblick haben uns dann 2 deutsche Mädels angerufen, die sich für den Van interessierten. Gott sei Dank :)

Unser Gefährte auf dem Rastplatz Schlafplatz in Brisbane direkt am Wasser Nachts im Magic Van Ameise entführt Gemüse Lisa & Nicole beim Abendbrot kochen

Somit ging unsere Tour wieder zurück nach Brisbane. Nach langem Hin und Her mit den Ämtern, konnten wir Samstag den Van erleichtert abgeben. Wir entschieden uns einen wesentlich moderneren Camper für unseren Trip nach Cairns zu mieten. Da Flug, Bahn und Bus genauso teuer waren und wir somit ein paar Hostelnächte sparen konnten. War das ein tolles Gefühl im Jucy (so heißt die Firma, bei der wir den Van gemietet hatten) loszudüsen. Ein richtig modernes Auto im Gegensatz zu unserem Magic Van! Wir hatten eine kleine Küche mit Kühlschrank, Kocher, ein Penthouse mit Doppelbett auf unserem Dach, Decken, Kissen, DVD-Player und alles was das Herz begehrt. Samstag legten wir auch gleich unseren ersten Stop zum Baden ein. Nach 2 Stunden Highway haben wir uns mit ein paar norwegischen Jungs im Nachbarauto angefreundet und uns entschieden an den nächsten Strand zu fahren. In Marcoola haben wir direkt den perfekten Platz zum Baden gefunden und konnten somit endlich mal wieder eine Dusche genießen.

Die nächsten 2 Tage stand hauptsächlich Autofahren auf dem Plan. Wir hatten ca. 2000km vor uns und nicht wirklich viel Zeit, da wir den Jucy schon Dienstagmittag abgeben mussten. So legten wir nur ein paar kurze Aufenthalte in Mackay und Airlie Beach ein. Die Nächte verbrachten wir dann auf so genannten „Rest Areas“ direkt am Highway. Auf dem Weg nach Cairns wurde uns erst mal richtig bewusst, wie oft es hier zu Bränden kommt. Manchmal konnte man direkt am Straßenrand brennende Bäume oder riesige Rauchschwaden in den Wäldern sehen.

Cairns Lagune direkt vor unserem Hostel Sonnenuntergang auf dem Weg nach Cairns Fast wie in Deutschland :) Unser 1. Job Wir konnten in unserem Magic Van übernachten Singleton Trade Show Waldbrände Der Jucy voll beladen Rieke hoch konzentriert Am Strand in Marcoola Letzter Tag mit dem Jucy, das war Luxus!

Gestern sind wir nun endlich in Cairns angekommen. Hier ist es so wunderschön, dass ich (Lisa) am liebsten die ganzen nächsten Monate hier bleiben würde. Wir haben super Wetter, direkt vor dem Hostel eine Lagune, in der wir ganz ohne Quallen baden können, eine tägliche Dusche und eine tolle Umgebung. Hier lässt es sich leben :)

Bis bald!

27Sept
2011

Up to Brisbane!

Hallo ihr Lieben,

es gibt viel Neues zu erzählen! Nachdem wir unser Auto erst letzte Woche Montag kaufen konnten, da am Samstag noch ein Papier gefehlt hast - blödes office, sind wir sofort in die Blue Mountains gestartet. Es war eigentlich gar nicht so schlecht noch 2 Tage länger in Sydney zu bleiben, da wir so genügend Zeit hatten uns den berühmten Marathon, die Oper und die "Harbour Bridge" in Ruhe anzusehen. Wirklich ein paar schöne Ecken in Sydney!

Mit Fabio am Flughafen in Sydney Oper + Harbour Bridge Sydney

Als wir dann am Montag Fabio am Flughafen abgesetzt haben, sind wir mit unserem eigenen Van in die Blue Mountains gefahren. Bis auf die "Three sisters" konnten wir dort allerdings nicht viel sehen, da am selben Tag noch Waldbrände ausgebrochen sind. Wir wollten also auch nicht allzuviel Zeit in diesem rauchigen Gebiet verbringen & sind am folgenden Tag, nach der ersten Nacht im "Magic Van", wieder zurück Richtung Küste gefahren. Haben uns dann einen Parkplatz südlich von Newcastle gesucht (Belmont), auf dem wir die nächsten 2 Nächte pausiert haben. Eigentlich wollten wir nach der ersten Nacht schon Richtung SIngleton zu unserem Job aufbrechen, dann haben wir jedoch eine Menge netter Australier kennengelernt & so entschieden wir noch etwas länger zu bleiben. Als kleines Andenken haben sie uns 2 Oberteile selber designed.

Three sisters Blue mountains Waldbrände

In der Nähe von Belmont waren wir das erste mal am Strand zum Sonnen. Es war wirklich windig & schlau wie wir sind haben wir uns direkt an einen Hundestrand gelegt. So hatten wir alle 5 Minuten ein anderes Tier auf unserer Decke sitzen. Wirklich sehr abwechslungsreich :)

In der Nähe von Belmont Wir Zwei beim Kochen Lisa beim Hose nähen :) Unser Zuhause

Kurz vor Belmont hatten wir dann auch unsere erste Autopanne. Der Motor wurde nach ca. 2 Stunden Fahrt immer heißer. Haben eine Pause eingelegt, in der Hoffnung er kühlt sich ab - wirklich dumme Hoffnung! In etwa 10 Minuten später standen wir dann am Straßenrand mit qualmenden Motor und einer Motortemperaturanzeige, die schon aus dem Anzeigenbereich draußen war. Vor uns lagen 2 Stunden warten und $75 Reparaturkosten. Zum Glück lag direkt neben uns eine Werkstatt.

Erster Werkstattbesuch mit dem Magic Van

Das gleiche Problem hatten wir Donnerstag, als wir in SIngleton angekommen sind, erneut. Der Motor war deutlich überhitzt & nachdem wir angehalten haben, befand sich eine riesen Kühlwasserfütze unter unserem Auto. Shit!

Trotzallem haben wir zunächst unseren Job auf der "Trade Show" angetreten. 3 Tage arbeiten lagen vor uns. Ich habe in einem Imbiss australisches Fastfood verkauft & Rieke übernahm die Ticketkasse. Wir haben dort viele nette Leute kennengelernt & unseren ersten Regen gut überstanden. Als wir Sonntag jedoch in aller Frühe starten wollten, um Nicole in Brisbane abzuholen, wartete der nächste Schock auf uns. Die Batterie war leer & alle anderen noch mit dem Abbau der Geräte beschäftigt. Somit waren wir gezwungen, den ganzen Tag bei strömenden Regen im Auto zu warten.

Kurz nach Feierabend kamen uns ein paar Australier zu Hilfe, die sofort mit uns in den nächsten Supermarkt gefahren sind (Sonntag 16.30!), um eine neue Batterie zu kaufen. Das Auto lief wieder wie eine Eins (dachten wir zumindest!). Wir verbrachten somit noch eine Nacht auf dem Showground, um dann am nächsten morgen aufzubrechen. Das Ganze ging auch ca. 2 1/2 Stunden gut, bis der Motor mal wieder total überhitzt war. Wir waren gezwungen auf einem Rastplatz anzuhalten, 4 Liter Kühlwasser auszufüllen & weiterzufahren. Unsere positiven Gedanken hielten jedoch nur eine halbe Stunde an & wir hatten das gleiche Problem erneut. In der Werkstatt haben sie dann von einem Leck gesprochen, was uns mindestens $1500 kosten soll. Total verzweifelt haben wir bestimmt 30 Minuten überlegt, was wir nun machen, bis einer der Mechaniker auf die Idee kam, es erst mal mit so einer Art Leck-Spray zu versuchen. Voller Hoffnung, haben wir uns für diese Variante entschieden & sind ca. 17.30 erneut Richtung Brisbane, das noch ca. 700km von uns entfernt lag, aufgebrochen. 2 Uhr morgens, mit viel zu viel Schlafentzug, einem wiedermal überhitzten Motor sind wir doch noch gut angekommen & haben die letzte Nacht in einem schönen Bett verbracht :) Heute haben wir versucht das Auto zu verkaufen - erfolglos. Nun wollen wir morgen doch noch mal in die Werkstatt nach Gympie. Vllt bekommen wir ein günstigeres Angebot & können es reparieren lassen. Dann hätten wir endlich die Möglichkeit Richtung Norden aufzubrechen und uns Arbeit zu suchen. Wir werden euch auf dem Laufenden halten, wie es weitergeht.

Eure Lisa

16Sept
2011

Let´s start the adventure

Nachdem wir die ersten stressigen Tage überstanden haben, kann es nun auf die große Australien-Reise gehen. Aber zuerst berichte ich euch von den ersten Tagen hier in Down Under. Am 14.09. sind wir ziemlich verschlafen und kaputt 6.20 Uhr am Flughafen in Sydney angekommen. Jeder hat sich auf eine Dusche, viel Schlaf und ein schönes Zimmer gefreut, aber nix da. Erst zwischen 12.00 und 14.00 Uhr konnten wir einchecken, denn 11.00 Uhr ging es noch zur großen Beachtour. 7 Km von Coogee bis Bondi Beach in der prallen Sonne und mit einem riesen Haufen Schlafentzug – das war wirklich nicht so toll. An diesem Tag habe ich auch Rieke kennen gelernt, mit der ich nun meine Reise beginne. Aber bis es soweit war, lag noch viel vor uns.

Coogee Bondi Beach

Gestern hatten wir unsere „orientation“, sehr informativ & nun wussten wir auch wie viel noch vor uns lag. Es hieß Bankkarte, Steuernummer und australische Handynummer registrieren, sich auf Jobsuche begeben & ein Auto kaufen.  Mit Letzterem wollten wir uns gleich zuerst beschäftigen, damit wir so schnell wie möglich aus dem teuren Sydney rauskommen & zu Nicole Richtung Brisbane fahren. Jedoch war es nicht so einfach wie gedacht. Nachdem wir rausgefunden hatten, was zu beachten ist, machten wir uns auf die Suche nach einem preiswerten und gleichzeitig gut instandgehaltenem Auto. Beim 2. Versuch hat das dann heute auch geklappt. Morgen werden wir unser Auto kaufen :)

Er heißt Fabio, so wie der vorherige Besitzer. Wirklich ein tolles Auto & hoffentlich wird er uns ohne große Probleme weite Strecken „forttragen“. Ich werde euch demnächst mehr von ihm berichten.

Dadurch, dass ein Autokauf bei uns im Mittelpunkt stand, haben wir uns so gut wie gar nicht auf die Jobsuche konzentriert. Wir wollten erst mal raus aus Sydney & dann rings um Brisbane eine geeignete Arbeit suchen. Allerdings kam das nun auch anders als gedacht. Im AIFS-Büro wurden wir von einem Mitarbeiter angesprochen, dass für den 22.-25. September noch Helfer für die „Singleton Trade Show“ gesucht werden, eine Art Kirmes. Und so fahren wir nun nächste Woche nach Singleton & arbeiten dort für 4 Tage. Wir hatten wirklich Glück, was den Job betrifft. Etliche Backpacker sind auf der Suche nach Jobs rund um Sydney – vergeblich.

Wie es danach weitergeht wissen wir auch noch nicht 100%ig. Eigentlich hatten wir geplant uns die Ostküste rauf zu machen & Nicole an Bord zu holen. Lasst euch überraschen, wo uns unser Auto hinträgt, ich tue es auch :)

Cheers :)

In diesem Sinne

Bis bald & erfriert mir nicht in Deutschland ;-)

15Sept
2011

Gympie - mal wieder etwas "Familienleben"

Die Tage bei Emilys Familie taten echt gut. Samstag waren wir (die Familie & ich) zum Geburtstag von Zwillingen eingeladen. 3 Jahre sind sie geworden. Es gab eine Menge zu Essen...von Erdbeeren, Kuchen, Kuchen...Sandwiches...und Kuchen...bis zu mega Torten! Ich habe mich natürlich nicht zügeln können und habe voll reingeschlagen... :D

Am Sonntag, den 4. September war Vatertag in Australien. Zuerst gings fein Frühstücken in ein Cafe, Pfannkuchen und heiße Schokolade, danach nach Noosa zum Strand :)Es war sooo schon am Strand...die Natur, das Meer...und meine Füße quietschten im Sand am Strand. Leider war das Wetter etwas kühl zum Baden und am Ende des Strandaufenthaltes fing es sogar an zu regnen :( Also sind wir schnell zum Auto und weitergefahren...unterwegs noch Stops in verschiedenen Orten gemacht. Zum Mittag-Essen, Gegend erkunden und Eisessen. 

DIe folgenden Tage habe ich dann versucht meine Langschläfrigkeit wiederzuerlangen...leider ohne großen Erfolg. Bin zwischen 8 und 9 Uhr aufgewacht...Frühstück gemacht und mich ans Internet gesetzt oder die Sonne im Garten am Pool genossen. Leider immernoch zu winterliches/kaltes Wetter um zu baden.

    

Habe mich zwar jeden Tag an die Jobsuche gemacht, jedoch wollte ich ja auf Lisa warten, denn unser gemeinsames Australienabenteuer, heißt auch gemeinsam zu arbeiten, sollte ja bald starten. Wäre ja doof wenn ich grade einen Job anfange, wo sie dann nichtmehr dazukommen kann und wir uns trennen müssen oder sie erstmal nichts hätte.

Somit habe ich mich entschieden zu WWOOFen.Hatte aufgrund meiner Australier-Connections auch schon eine Familie sicher. Die Dennis-Family, also Bridgets Famile.

Wurde am Mittwoch Abend von Kathleen, Bridgets Mum abgeholt und anschließend sind wir zur Bussation gefahren, wo wir noch Yvonne eingesammeln haben. (Habe vorher mit ihr Kontakt aufgenommen, ob sie nicht Lust hätte mit mir zu WWOOFen.)

WWOOFen heißt, man arbeitet 4-5 Stunden täglich für Unterkunft und alle Mahlzeiten. Sprich man hat keine Ausgaben...normalerweise!

Da Yvonne und ich am Schokoladen-Entzug litten und auch sonst keine Süßigkeiten, nur Nüsse und ab und zu mal Obst bekamen...mussten wir unsere kalorienreiche Einkäufe versteckt halten. Wir wussten ja nicht wie die Familie auf Süßigkeiten reagiert... :D Aber es ging alles gut. Der Schokokuchen, die Schokonüsse und Cookies fanden alle den richtigen Weg in unsere Bäuche.

Neben abwaschen, Mehl mit einem Fahrrad zu mahlen, Unkraut jäten, Decke streichen, und anderen kleinen Arbeiten auf dem Hof...haben wir 2 mal gekocht. Einmal Spagetti Bolognese und einmal Schnitzel mit Bratkartoffeln. auch wenn wir auf andere Zutaten umsteigen mussten...beides war lecker und hat geschmeckt! 

Der tägliche Spruch vor jeder gemeinsamer Mahlzeit war: "We love our bread, we love our butter, but most of all we love each other!" Es war manchmal echt schwer, mit leerem Magen zu warten, bis alle am Tisch saßen um dann diesen Spruch zu sagen... :D

Das Schwimmen im Creek ( Bach), der sich auf dem Grundstück der Familie befand, war echt lustig. Grade weil uns auch die drei jüngsten Kinder dabei Gesellschaft leisteten. Unsere Freizeit haben wir mit Trampolin-springen, spielen mit den Kindern, Ausflügen mit der Familie und Two and a haf men gucken,verbracht.

Der Creek

Im Ganzen muss ich sagen, es war eine echt schöne und gute Erfahrung zu WWOOFen. Etwas außerhalb, Natur-nah und familiär zu leben. Das Duschen mussten wir allerdings auf 2 Minuten beschränken, was dazu führte, dass wir sehr selten eine Dusche nahmen und auch sonst lernten sehr einfach und etwas...schmutzig zu leben!
Die übergroßen Spinnen Nähe der Toilette und über der Tür waren allerdings alles andere als schön. Die muss ich nicht wieder sehen ...

DIe Woche ging echt schnell um und am Mittwoch wurden Yvonne und ich dann in die Stadt (Gympie) gebracht um von dort den Zug zurück nach Brisbane zu nehmen. Wo ich mal wieder ein paar Tage bei Emily leben werde ;)

 

 

13Sept
2011

Stopover in Seoul

Die ersten Tränen sind geflossen & nun sitze ich schon mit einer Sprite in Seoul am Flughafen.

Die letzten Tage in Deutschland waren ziemlich stressig. Alle Wege mussten erledigt & ganz viele liebe Menschen verabschiedet werden. Wo wir schon beim schlimmsten Punkt sind. Der Abschied am Flughafen war wirklich schrecklich. Ich weiß gar nicht, wie alle anderen mit mir Reisenden das so leicht wegstecken konnten. Ich musste mir jede Träne verkneifen & bei der Passkontrolle wurde ich mit den Worten "Schon wieder eine Verheulte. Wo soll´s denn hingehen? Australien oder Neuseeland?" empfangen.

Im Flugzeug konnte ich mich dann aber zusammenraufen & dank unserer modernen Zeit kann ich ja ziemlich gut mit euch allen in Verbindung bleiben!

Nun zum Flug: Die ersten 10 Stunden waren schrecklich & bedenke ich die folgenden 10 Stunden würde ich am liebsten hier bleiben. Das Flugzeug war eng, hart & sehr unbequem. An Schlafen war kaum zu denken, aber zum Glück hatten wir eine riesige Filmauswahl. Von "Fluch der Karibik 4" über "Last Night" bis hin zu Spielen wie Sudoku - das wäre was für Mutti ;-)

Das Essen hingegen war ganz erträglich, wenn man nicht unbedingt gleich die ganzen koreanischen Speißen probieren muss, so wie es mein Nachbar getan hat. Das sah wirklich etwas ecklig aus! Er beschrieb es wie Milchreis, nur ohne Geschmack mit gaaanz viel Wasser verdünnt & dazu gab´s statt eines Obstsalates, wie es bei mir der Fall war, etwas Zwiebelähnliches zum Nachtisch. Und das war dann sein Frühstück.

Nun gut, mittlerweile sind wir ja heil, nur etwas verschlafen, in Seoul angekommen. Nachdem wir die Toilette zum Zähneputzen genutzt haben, mussten wir erst mal den Ausgang suchen. Wer versteht schon diese komischen koreanischen Zeichen? Der Flughafen hier ist wirklich nicht sehr sympathisch. Mit Euro bzw. Australischen Dollar (AUD) konnten wir nicht mal unsere Getränke bezahlen. Zum Glück hatte Fabienne, die ebenfall mit AIFS unterwegs ist, etwas US-Dollar von ihrem Opa dabei. Somit konnten wir uns eine Sprite und eine Cola leisten :)

Nun sitzen wir zufrieden an unseren Rechnern & halten euch auf dem Laufenden. Fabienne & ich am Flughafen in Seoul - Fix & fertig :)

Noch knappe 4 Stunden, dann geht´s weiter nach Sydney...

03Sept
2011

Thema: Caboolture - Strawberryfarm

Da bin ich auch wieder.


Lena, Helena und ich sind super aufgeregt und freudig in den Zug in Toowong nach Caboolture gestiegen. Mit unserem suuuper vielen Gepäck, versteht sich. Wir sahen schon etwas seeehr bepackt aus, denn Sue meinte, wir sollen uns für die ersten 4-5 Tage Essen und Trinken einkaufen, denn der nächste Supermarkt wäre ein paar Kilometer entfernt.
Mit also 2 10-Liter Wasser Kanistern, 2 2l Milch-Kanistern und einigem an Essen saßen wir im Zug auf 4-5 ?! Plätzen.
In Caboolture angekommen, sollten wir an der 24h-Bäckerei gegenüber vomm Bahnhof auf Sue warten. Ein anderer deutscher Backpacker, Lars, wartete auch schon bereits.
Nachdem sie uns 250$ pro Person abgenommen hat, natürlich in Bar... 150$ Miete für die erste Woche + 100$  Kaution, dass wir bis zum Ende der Saison, sprich Ende September bleiben. Wir haben ernsthaft gedacht...dass wir BLEIBEN! :D
Angekommen in einem super feinen Haus, dass nur Lars, Helena, Lena und ich beziehen sollten...hat die Stimmung noch mehr verbessert. Sharon und Gerard haben uns herzlich empfangen in ihrem Haus, dass sie bald verkaufen wollten. Nach einer kleinen Haus-Rundschau mit 2 großen Bädern, eines mit großer Eck-Badewanne, ein großes Wohnzimmer mit gemütlichen Sesseln und auch sonst gemütlicher Einrichtung...bis auf die Betten :(
Im Garten bekam man ein leichtes Urwald-feeling, sehr tropisch, mit Bananenstaude und Maracujabaum und einem zugewachsenen Sumpf/Teich. Diesen Garten haben wir jedoch erst an unseren ersten freien Tagen beischtigen können, denn sonst arbeiteten wir von 7-17 Uhr oder länger.
Der erste Tag begann mit einem Weckerklingeln um 5:20 Uhr. SCHRECKLICH! Jedoch war ich schon vom krähenden Hahn um 4 Uhr kurz geweckt worden und dieser besagte Hahn ließ mich auch nicht mehr wirklich weiter schlafen.
Um 5:30 Uhr sind alle aufgestanden. Angezogen, gewaschen, Frühstück für die Arbeit fertig gemacht und dann um 6 Uhr gemeinsam gefrühstückt. Gegen 6:30 Uhr ging es los zur Arbeit. Diese war 1,6km  enfernt...schööön an der Straße/Hwy lang.
Nach ein paar Tagen haben wir dann einen Weg an stillgelegten Schienen halb in der Wildness bevorzugt.
Nach Einweisungen und Arbeitspapieren bekamen wir unseren Trolley..unser Arbeitsgerät für die nächsten Tage & Wochen. Wir wurden nicht pro Stunde bezahlt....was uns schon hätte zu Denken geben sollen....wir bekamen 55 Cent pro Kg gepflückte Erdbeeren. Jedoch wurden wir für Rubbish und Juice auch bezahlt.
Nach der ersten Abrechnung wurde uns klar, die 55 Cent waren nicht wie vorher gedacht haben, vor Steuern-Abzug etc. sondern nachdem. Wobei sich unserer ausgerechnetes Gehalt um ein gaaanz bisschen erhöhte. Trotzdem Abzocke. Im Geschäft werden Erdbeeren für knapp 1 $ pro Klio verkauft...wir, die Picker, mit der schwersten Arbeit...werden am schlechtesten Bezahlt. Wie UNFAIR! Aber die Erdbeeren aufm Feld waren lecker.

    gaaaanz viele Erdbeeren!

Nach den ersten eingearbeiteten Stunden und Tagen ließ ich aus Frust immer ein paar Erdbeeren mitgehen... :D Die kamen dann frisch gewaschen in Joghurt, als Eis-Aufsatz oder einfach zum Frühstücks-Müsli hinzu.
Um 9 und um 12 Uhr hatten wir je 30 Min Pause. Man hatte garkein sooo großen Hunger, denn man futterte ja reichlich Erdbeeren auf dem Feld. Aber bissl frisches Wasser und Toast oder eine kleine Abwechslung, wie BIrne oder Möhre ging immer ;)
Um 15 Uhr war dann unsere letzte Pause. Diese ging ca. 10 Min und war nur zum Stretchen und Dehen gedacht. Dann wurdeweitergeackert bis 17 Uhr. Am 2. Tag sogar bis 18 Uhr. Mittwoch war dann frei :) Donnerstag bis 17 Uhr und Freitag war dann kurz nach 14 Uhr Feierabend :) Woooochenende :)
Man haben wir uns gefreut...nach dem Muskelkater und den Schmerzen im Rücken und in den Beinen...war es herrlich zu denken, AUSSCHLAFEN! Jeder der mich kennt weiß, dass ich ausschlafen mit 11-12 Uhr meine...nunja ich bin am Samstag um Punkt 8 Uhr OHNE Wecker  etc. hellwach in meinem Bett aufgewacht. Habe mich noch ein paar Minuten auf meiner äußert unbequemen Matratze gewälzt bis ich Lena und Helena hört und mich zu ihnen gesetzt habe um zu frühstücken. Müsli, Cornflakes, ERDBEEREN und Joghurt bzw Milch, miiiammmiii! Geilstes Frühstück kam aber am Sonntag...mit selbstgebackenem Hefezopf, Obstsalat und Cappuccino 8)
Nachmittags wurde dann meist der super-geniale Schokokuchen genascht, den wir bei unserem ersten Einkauf geholt haben...der einen ganzen Nachmittag dauerte, da der nächste Coles etwa 5 km o.ä. entfernt war....Der Schokokuchen hatte es echt in sich, was Schokolade betrifft. Leeeecker!
Am Samstag Mittag habe ich mich dann lauter Hoffnung mit meinen Netbook in den Garten begeben, wo ich mich auf die Suche nach INTERNET gemacht hab. Und ich bin fündig geworden :) Etwas  egoistisch habe ich mich sofort auf einen Stuhl gesetzt und gesuchtet 8) Nach 15-20 Minuten beschleichte mich dann doch etwas das schlechte Gewissen ( und ich musste dringend aufs Klo!) und ich lief rein und berichtete den anderen von meiner Entdeckung. Helena, Lena, Tim der Donnerstag nachkam und Lars liefen mit mir raus und ließen alles stehen und liegen. Man hätte wirklich ein Foto machen sollen, wie wir alle mit unseren Netbooks draussen im Garten chillten und das Internet genossen! :D
In den kommenden Tage fand ich noch raus, dass ich sogar Internet auf der Fensterbank in meinem Zimmer hatte. Hihi...das war toll :) Dann konnte ich zu passenden Zeiten drinnen skypen, ohne von Mücken draussen durchstochen zu werden. Ahja habe ich erzählt ich hatte ein Einzelzimmer?! :)
Nach der ersten Woche war uns klar, wir verdienen hier nicht so viel wie die Asiaten und somit nicht genug um anschließend ordentlich zu Reisen. Also beschlossen wir uns neue Arbeit zu suchen und die letzten beiden Tage DO + FR "sick" zu machen.
Passend dazu schien die Sonne, wo Helena, Lena und ich uns dann schön bräunten und uns vom Gewitter und Regensturm am vergangenen Dienstag erholten. Bei diesem Unwetter brauten sich Wassermassen zusammen, dass ganze Flüsse zwischen den Feldern und Reihen entstanden. Sprich von wegen...wenn Regen in Australien, dann RICHTIG :D

Wir, nass und kalt...in unseren Metall-Trolleys...arbeiteten jedoch ohne Unterbrechung von wegen Blitz und Donner...weiter, denn die Erdbeeren würden ja sonst schlecht werden.
Nach einem Streik, den die Kanadier und die Engländer begonnen haben, machten wir früher Schluss und das Versprechen, dass wir am nächsten Tag nur "kurz" machen, wurde NICHT eingehalten. Bis 18 Uhr haben wir durchgeschuftet!!! Folglich machten/waren wir DO+FR "sick" ( krank).
Am Freitag wurde ich von Gerard dem Hausbesitzer dann abgeholt und zum Bahnhof gebracht. Weil Emily den Zug verpasst hat, nutzte ich die Zeit um mich bei Mecces satt zu essen. Gegen 20 Uhr kamen wir in Nambour an, wo uns Emily's Vater abholte. Weitere 45 Minuten Autofahrt und wir waren da :)
Ein schönes großes Haus...mit Garten und Pool...und einem feinen, schöööönen Bettchen! Gute Nacht meine Lieben! ;)


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